EICH. Wenn es nach Gustav Pichl (KreisVorstandssprecher-Bündnis90/Die Grünen) geht, soll nur noch erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Darüber hinaus müsste der Landkreis für einen Umstieg auf erneuerbare Energie in allen Bereichen der Kommunen bereits gut aufgestellt sein. Zu diesem Zweck muss ein Konzept hergestellt werden und vorhandene Konzepte zur Energie-Einsparung.
Der globale Umstieg von fossiler zu erneuerbarer Energie ist innerhalb der kommenden Jahrzehnte unumgänglich. Die negativen Folgen der Verwendung fossiler Brennstoffe in ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht sind unübersehbar und unbestritten. Dazu kommt die politische Abhängigkeit Europas liefernden Staaten. Ein dauerhaftes und nachhaltiges Wirtschaften kann nur auf Basis erneuerbarer Energie stattfinden. Eine Wirtschaft auf der Basis von über Jahrmillionen in der Erde gespeicherten Brennstoffen und deren Verbrauch innerhalb von zwei Jahrhunderten widerspricht jeglicher Logik nachhaltigen Wirtschaftens.
Die Weltklimakonferenzen bringen zwar mediales Echo und tragen zur Bewusstseinsbildung bei. Dieser tiefgreifendste und weitreichende Strukturwandel seit Beginn der industriellen Revolution wird mit viel größerer Wahrscheinlichkeit durch Millionen von Einzelinitiativen und tausende von politischen Initiativen auf kleinerer Ebene ( Kommunen und Regionen ) realisiert werden, somit kommt dem Landreis Alzey noch eine besonders große Bedeutung und Verantwortung für diesen Wandel zu.
Der Durchschnittswert der Schätzungen über den Zeitraum, bis wann eine existenzielle Versorgungskrise der fossilen Brennstoffe eintritt, beträgt 30 bis 50 Jahre. Das heißt, um den Umstieg auf erneuerbare Energie freiwillig und ohne tiefe soziale und wirtschaftliche Einschnitte machen zu können, muss er in einem deutlich kürzeren Zeitraum stattfinden. Überdies bringt jedes Jahr eines früheren Ausstieges aus der fossilen Energie eine Minderung der negativen ökologischen Folgen, so Pichl.
Der Landkreis Alzey- Worms muss sich in Zukunft als Kompetenzzentrum für Energiesparen und erneuerbare Energie positioniert. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis auch eine Stadt in der Größenordnung von Alzey den Umstieg auf erneuerbare Energie beschließt und umsetzt.
Der Antrag wurde mangels Unterstützung der anderen Parteien im Vorfeld noch nicht eingebracht.
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Eich. Der Vorstandssprecher der KreisGrünen, Gustav Pichl, sieht die Entwicklung des Kiesabbaues in der Verbandsgemeinde Eich mittlerweile als äußert dramatisch und schwer belastend für Mensch und Natur. In einer nie da gewesenen Geschwindigkeit, wird zurzeit der Raubbau in seiner zerstörend Weise in der Verbandsgemeinde Eich fortgesetzt.
Den Abbau, wie ihn die Kieswerke und die verantwortlichen Fraktionen in den Ortsgemeinden Gimbsheim, Eich und Hamm am Rhein forcieren, wird dies nachhaltig und für Generationen zerstören. Durch diese gravierende Beeinträchtigung der Lebensqualität für die im Einzugsgebiet lebenden Bewohnern sind unmittelbar zu erwarten. Die dort lebenden Menschen werden ihres wichtigsten Naherholungsgebietes beraubt.
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Besonders kritisiert Pichl, dass durch den ungezügelten Abbau von Kies und Sand speziell in der VG Eich riesige Überkapazitäten geschaffen würden, die zu einem massiven Preisverfall dieser Baustoffe führen werden. Pichl fordert, ökologisch unvernünftige Neuaufschlüsse dieser Rohstoffaufkommen endlich zugunsten von Baustoff-Recycling einzustellen.
Die Menschen hier haben viele Ängste“, so Gustav Pichl, „Sie befürchten die Eingriffe in die Natur, den Verlust ihrer Heimat, landwirtschaftlicher Nutzfläche und baulicher Planungsmöglichkeiten. Wenn einmal abgebaut wird, dann steht das Gebiet für andere Projekte nicht mehr zur Verfügung.
Es ist zu erwarten, dass ein massiver Wegzug der dort ansässigen Menschen in naher Zukunft zu erwarten sein wird. Dies kann nicht im Sinne einer ausgewogenen Bevölkerungspolitik sein. Geht man allein von den Grundsätzen des Raumordnungsgesetzes der Bundesrepublik, dass Natur geschont und entwickelt, Wohnbedingungen verbessert und gepflegt werden sollen, so ist der geplante Raubbau ein schreiender Widerspruch zu den Zielen einer humanistischen Gesellschaft, wie sie Bundesrepublik Deutschland sein will.
Die wertvollen Vorkommen von Kies und Sand in der VG Eich müssen vor einem weiteren unverantwortbaren Rohstoffabbaus gestoppt werden, denn endliche Ressourcen sind nicht vermehrbar.
Kies- und Sandabbau ist ein dauerhafter enormer Eingriff in die Landschaft und gefährdet Mensch und Natur steht im Widerspruch zu dem Schutz der biologischen Vielfalt und den Reduktionszielen zum Flächenverbrauch
Gustav Pichl fordert:
• den Raubbau an Kies und Sand in der VG Eich zu beenden
• das Prinzip der Nachhaltigkeit im Bereich der Rohstoffsicherung umsetzen
• den Flächenverbrauch wirksam zu bekämpfen
• kein Kiesabbau in Siedlungsnähe
• kein Kiesabbau in Gebieten zum Schutz von Natur und Landschaft
• kein Kiesabbau in Überschwemmungsgebieten
• kein Kiesabbau in kulturhistorisch wertvollen Landschaften
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Gustav Pichl (Eich): AKW Biblis muss sofort abgeschaltet werden !
21.10.2008
EICH. Gustav Pichl fordert mehr Einsatz der Verantwortlichen der SPD im Kreis ALZEY- Worms
Der Landkreis Alzey- Worms soll sich auf Landesebene dafür einsetzen, dass beide Reaktoren im Kernkraftwerk Biblis stillgelegt bzw. abgeschaltet werden.
Gustav Pichl Vorstandssprecher der KreisGrünen Alzey- Worms hat der SPD mangelnde Verlässlichkeit vorgeworfen und die Verantwortlichen von einer Abkehr vom Atomausstieg gewarnt. Dass die Veranwortlichen der SPD im Kreis Alzey Worms und vor allem vorweg in der Verbandsgemeinde Eich sich in den letzten Wochen und Monaten sich mit keinem Wort über den momentanen Zustand des Schrottreaktors geäußert haben, kommt einer Akzeptanz zur Laufzeitverlängerung gleich.
Wie risikobehaftet das AKW Biblis ist, zeigen die aktuellen Studien und Risiken der Atomkraft.
Pichl drängt zur Eile - der Zusammenhang zwischen einem erhöhten Leukämierisiko für Kinder in der Nähe des Wohnortes zu einem Atomkraftwerk ist methodisch unwiderlegbar dargestellt. Die biologische Wirkung niedriger Strahlendosen sei zwar noch nicht völlig verstanden, in der Vergangenheit aber oft unterschätzt worden.
Auch die Vorkommnisse vor Monaten in dem hessischen Reaktor Biblis: Weil mehrere tausend fehlerhafte Dübel ausgetauscht werden müssen, ist der Meiler abgeschaltet – und das für mehrere Monate.
Dieser seit Jahren unbemerkte Handwerkerpfusch macht das schlechte Sicherheitsmanagement in der Anlage deutlich und zeigt die mangelnde Weitsicht von RWE. Der Konzern sollte nach vorne denken und die auslaufenden Atomkapazitäten sinnvoll durch Erneuerbare Energien und Energieeinsparungen ersetzen.“
Gustav Pichl will an der Schließung von Biblis festgehalten wissen, weil es das älteste und störanfälligste Kernkraftwerk in Deutschland sei. Eine Laufzeitverlängerung für Biblis lehnte kategorisch er ab.
Für uns Grüne ist klar: Zum notwendigen Ausstieg aus der Atomkraft gehört der Einstieg in eine nachhaltige Energieversorgung. Wir brauchen erheblich verstärkte Anstrengungen zur Energieeinsparung, zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zu mehr Energieeffizienz in der Stromerzeugung. Geeignete Instrumente sind hier vor allem die Kraft-Wärme-Kopplung und eine dezentrale Energieversorgung.
Unser Ziel ist und bleibt es, den Atomausstieg und den Klimaschutz gleichermaßen zu verwirklichen. Das ist, wie viele Energieszenarien zeigen, möglich – wenn der Wille dazu vorhanden ist und die energiepolitischen Rahmenbedingungen richtig gestaltet werden.
Schließlich handelt es sich bei einem Atomkraftwerk um Hoch-Risikotechnologie und nicht um eine Frittenbude. RWE sollte deshalb ganz darauf verzichten, Biblis wieder anzufahren. Die Sicherheit der Bevölkerung muss Vorrang haben. Der Schrottreaktor Biblis muss vom Netz’, fordert Gustav Pichl.
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