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Gustav Pichl rechnet mit einem Ausbluten des Ortskerns, was langfristig Konsequenzen für den gesamten Mittelpunkt der Gemeinde bedeutet.

Wenn die Geschäfte im Ortskern schließen müssen, geht Lebensqualität verloren. Dies trifft vor allem ältere und jüngere Leute.

Auch ist nicht damit zu rechnen, dass der Kaufkraftabfluss nach Eich zurückgeholt werden kann, da die vielen Pendler auch weiterhin außerhalb einkaufen.

Für Pichl ist jetzt schon klar, wer bei diesem ungleichen Wettbewerb den Kürzeren zieht. Der Einzelhandel im Ort hat schon nach der Ansiedlung des Penny Markt u. später dem Aldi Markt einen spürbaren Einschnitt beim Umsatz verzeichnet. Die meisten haben das aber überlebt.

Es besteht kein öffentliches Interesse, da die Grundversorgung in Eich mehr als gesichert ist.

Ein weiterer Markt mit angeschlossener Einkaufsmeile am Ortsrand wird eine Überversorgung bedeuten. Es kann kein Interesse seitens der Gemeinde Eich bestehen, da ein weiterer Markt kein zusätzliches Steuereinkommen bedeuten wird.

Im Gegenteil, die gewachsene Einkaufsstruktur wird auf Dauer zerstört. Es ist zu befürchten, dass langfristig sogar Arbeitsplätze verloren gehen.

Ferner finden wir es zweifelhaft, dass mit diesem Projekt in die freie Marktwirtschaft eingegriffen wird.

Pichl rechnet nicht damit, dass der Kaufkraftabfluss nach Eich zurückgeholt werden kann, da die vielen Pendler auch weiterhin außerhalb einkaufen. Es bestehen vielmehr Bedenken, dass die in der Ortsmitte nötige Versorgung Schaden nimmt. Natürlich gibt es auch Vorteile für einen Vollsortimenter, aber die Gefahr, dass die Versorgung in den Ortsmitte ausstirbt, ist größer. Deshalb sollen eher die bestehenden Geschäfte und Märkte gestärkt werden.

Die GLA im Ortsgemeinderat Eich spricht sich gegen einen Vollsortimenter aus, den wir für nicht notwendig erachten. Die Einkaufsmöglichkeiten in der Ortsmitte- sind nötig, diese müssen gestärkt werden.

Wir Grüne unterstützen den Eicher Einzelhandel zur Resolution gegen den geplanten Bau eines Vollsortimenters in Eich.

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RWE nimmt Block B im AKW Biblis wieder in Betrieb

Biblis - Die Zweifel an der Sicherheit des Atomkraftwerks (AKW) im hessischen Biblis sind immer noch nicht vollständig ausgeräumt. Das ARD-Politikmagazin “Kontraste” berichtete am Donnerstag vorab, dass der Energiekonzern RWE das AKW Biblis mit einem Reaktor betreibe, der vermutlich die Voraussetzung für eine Betriebsgenehmigung nicht erfülle. Nach Angaben des Magazins fehlen an etwa 200 Rohrteilen im Notkühlsystem sogenannte Stempelfelder. Diese Stempelfelder seien eingeprägte Sicherheitskennzeichnungen, die Aufschluss über die Materialqualität und die Belastbarkeit der Rohrteile geben.

Ursprünglich habe der Leiter des AKW argumentiert, eine genaue Dokumentation durch Stempel sei beim Bau von Biblis in den 1970er Jahren “nicht zwingend erforderlich” gewesen. Recherchen des Magazins zufolge ist aber eine dauerhafte Stempelung jedes einzelnen Teilstücks laut Atomgesetz zwingend für eine Betriebserlaubnis vorgeschrieben.

Der Block B des AKW hatte nach mehr als zehnmonatiger Revision am Montagabend wieder den Regelbetrieb aufgenommen. Seit Abschaltung des Blocks am 23. Januar hatte RWE nach eigenen Angaben 100 Millionen Euro für Nachrüstungen und Modernisierungen investiert. Repariert wurden unter anderem Rohrleitungen und elektrotechnische Komponenten des Reaktors. Am 12. November ging der Block zunächst in den Probebetrieb. Der Beginn des Regelbetriebs verzögerte sich wegen notwendiger Nachbesserungen immer wieder.

Quelle: Kontraste vom 03.12.2009

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EICH. Uran im Trinkwasser ist ein sehr beunruhigender Vorstellung. Darum fordert Gustav Pichl / Grünen Sprecher (Eich) einen Bericht über die Situation im Altrheingebiet, nach dem von der Organisation „Foodwatch“ Ergebnisse von Untersuchung bekanntgemacht wurden. die über den Leitwerten des Umweltbundesamtes liegen. Diese empfehlen 10 Mikrogramm pro Liter. Bei Säuglingen legt die Mineralwasserverordnung einen Wert von 2 Mikrogramm/Liter als unbedenklich fest.

Jetzt will Pichl von der Landesregierung RLP wissen, warum es in der Trinkwasserverordnung keinen Grenzwert gibt, obwohl Uran nachweislich gesundheitsschädlich ist. Außerdem will der Politiker wissen, welche Maßnahmen von Seiten des Landes unternommen wurden, um die Wasserversorger zur Einhaltung des Leitwertes zu bewegen und die Bevölkerung über das Uranproblem in Trinkwasser und Mineralwasser zu informieren. Offensichtlich kann Uran technisch ohne großen Aufwand durch Filtersysteme aus dem Wasser entfernt werden – dies sollte nach Auffassung von Gustav Pichl auch flächendeckend und umfassende erfolgen und zwar zeitnah.

Die Landesregierung und der Trinkwasserversorger haben auch eine Informationspflicht. Es kann nicht angehen, dass wir erst durch eine Nichtregierungsorganisation erfahren, wie es um unser Trinkwasser bestellt ist, und nicht vom Verbraucherministerium oder den zuständigen Behörden. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der aktuelle Gehalt von Uran  und anderen bedenklichen Stoffen im Trinkwasser einfach auf der Wasserrechnung angegeben wird, wie dies Thilo Bode von Foodwatch fordert. Dafür sollte sich Umweltministerin Margit Conrad  bei der Bundesregierung einsetzen. Wenn alle sehen können, was drin ist im Wasser, können sich Verbraucherinnen und Verbraucher entsprechend verhalten, und etwa Babynahrung aus entsprechend weniger belastetem Wasser zubereiten.

Der erste Schritt für eine umfassende Aufklärung zum aktuellen Gehalt von URAN muss durch den hiesigen Trinkwasserversorgers WASSERWERK ZWECKVERBAND SEEBACHGEBIET in OSTHOFEN erfolgen, so Gustav Pichl.

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