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Eich. Flexibel arbeiten und sicher leben- die Finanzmarkt und Wirtschaftskrise hat den Arbeitsmarkt erreicht. Befristet Beschäftigte oder Leiharbeit/Innen stehen ganz oben auf der Entlassungsliste. Neben dem hohen Risiko arbeitslos zu werden, sind sie oft von Armutslöhnen und Qualifizierungsdefiziten betroffen.

Eine Arbeit, die sicherndes Einkommen und für soziale Sicherheit bei Krankheit und im Alter sorgt - wird immer häufiger unerreichbarer - so, Gustav Pichl (KreisVorstandssprecher der Grünen). Der Arbeitsmarkt verlangt heute mehr Flexibilität und Mobilität. Befristete Jobs, Leiharbeit und geringfügige Beschäftigung stehen in großer Konkurrenz zum Normalarbeitsverhältnis.

Der Einstieg ebenso wie der Wiedereinstieg ins Berufsleben ist noch schwieriger geworden. Auch der Wechsel zwischen einem Beschäftigtenverhältnis und Selbstständigkeit wir problematischer. Die Löhne stagnieren und der Niedriglohnsektor wächst stetig.

Für uns Grüne muss hier endlich Schluss sein. Wenn wir die Ausbreitung von Armut und eine Spaltung der Gesellschaft verhindern wollen, dann braucht Flexibilität einen Rahmen, der für mehr Sicherheit sorgt. Arbeit ist Teilhabe, Existenzsicherung und Selbstverwirklichung – flexibel arbeiten und sicher leben darf deshalb nicht länger ein Widerspruch bleiben.

Wir fordern deshalb verlässliche Strukturen und Rahmenbedingungen für ALLE, auch unter den veränderten globalen wirtschaftlichen Konditionen.

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EICH. Wenn es nach Gustav Pichl (KreisVorstandssprecher-Bündnis90/Die Grünen) geht, soll nur noch erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Darüber hinaus müsste der Landkreis für einen Umstieg auf erneuerbare Energie in allen Bereichen der Kommunen bereits gut aufgestellt sein. Zu diesem Zweck muss ein Konzept hergestellt werden und vorhandene Konzepte zur Energie-Einsparung.

Der globale Umstieg von fossiler zu erneuerbarer Energie ist innerhalb der kommenden Jahrzehnte unumgänglich. Die negativen Folgen der Verwendung fossiler Brennstoffe in ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht sind unübersehbar und unbestritten. Dazu kommt die politische Abhängigkeit Europas liefernden Staaten. Ein dauerhaftes und nachhaltiges Wirtschaften kann nur auf Basis erneuerbarer Energie stattfinden. Eine Wirtschaft auf der Basis von über Jahrmillionen in der Erde gespeicherten Brennstoffen und deren Verbrauch innerhalb von zwei Jahrhunderten widerspricht jeglicher Logik nachhaltigen Wirtschaftens.

Die Weltklimakonferenzen bringen zwar mediales Echo und tragen zur Bewusstseinsbildung bei. Dieser tiefgreifendste und weitreichende Strukturwandel seit Beginn der industriellen Revolution wird mit viel größerer Wahrscheinlichkeit durch Millionen von Einzelinitiativen und tausende von politischen Initiativen auf kleinerer Ebene ( Kommunen und Regionen ) realisiert werden, somit kommt dem Landreis Alzey noch eine besonders große Bedeutung und Verantwortung für diesen Wandel zu.

Der Durchschnittswert der Schätzungen über den Zeitraum, bis wann eine existenzielle Versorgungskrise der fossilen Brennstoffe eintritt, beträgt 30 bis 50 Jahre. Das heißt, um den Umstieg auf erneuerbare Energie freiwillig und ohne tiefe soziale und wirtschaftliche Einschnitte machen zu können, muss er in einem deutlich kürzeren Zeitraum stattfinden. Überdies bringt jedes Jahr eines früheren Ausstieges aus der fossilen Energie eine Minderung der negativen ökologischen Folgen, so Pichl.

Der Landkreis Alzey- Worms muss sich in Zukunft als Kompetenzzentrum für Energiesparen und erneuerbare Energie positioniert. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis auch eine Stadt in der Größenordnung von Alzey den Umstieg auf erneuerbare Energie beschließt und umsetzt.

Der Antrag wurde mangels Unterstützung der anderen Parteien im Vorfeld noch nicht eingebracht.

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Gustav Pichl (Eich): AKW Biblis muss sofort abgeschaltet werden !

21.10.2008

EICH. Gustav Pichl fordert mehr Einsatz der Verantwortlichen der SPD im Kreis ALZEY- Worms

Der Landkreis Alzey- Worms soll sich auf Landesebene dafür einsetzen, dass beide Reaktoren im Kernkraftwerk Biblis stillgelegt bzw. abgeschaltet werden.
Gustav Pichl Vorstandssprecher der KreisGrünen Alzey- Worms hat der SPD mangelnde Verlässlichkeit vorgeworfen und die Verantwortlichen von einer Abkehr vom Atomausstieg gewarnt. Dass die Veranwortlichen der SPD im Kreis Alzey Worms und vor allem vorweg in der Verbandsgemeinde Eich sich in den letzten Wochen und Monaten sich mit keinem Wort über den momentanen Zustand des Schrottreaktors geäußert haben, kommt einer Akzeptanz zur Laufzeitverlängerung gleich.

Wie risikobehaftet das AKW Biblis ist, zeigen die aktuellen Studien und Risiken der Atomkraft.

Pichl drängt zur Eile - der Zusammenhang zwischen einem erhöhten Leukämierisiko für Kinder in der Nähe des Wohnortes zu einem Atomkraftwerk ist methodisch unwiderlegbar dargestellt. Die biologische Wirkung niedriger Strahlendosen sei zwar noch nicht völlig verstanden, in der Vergangenheit aber oft unterschätzt worden.

Auch die Vorkommnisse vor Monaten in dem hessischen Reaktor Biblis: Weil mehrere tausend fehlerhafte Dübel ausgetauscht werden müssen, ist der Meiler abgeschaltet – und das für mehrere Monate.

Dieser seit Jahren unbemerkte Handwerkerpfusch macht das schlechte Sicherheitsmanagement in der Anlage deutlich und zeigt die mangelnde Weitsicht von RWE. Der Konzern sollte nach vorne denken und die auslaufenden Atomkapazitäten sinnvoll durch Erneuerbare Energien und Energieeinsparungen ersetzen.“

Gustav Pichl will an der Schließung von Biblis festgehalten wissen, weil es das älteste und störanfälligste Kernkraftwerk in Deutschland sei. Eine Laufzeitverlängerung für Biblis lehnte kategorisch er ab.

Für uns Grüne ist klar: Zum notwendigen Ausstieg aus der Atomkraft gehört der Einstieg in eine nachhaltige Energieversorgung. Wir brauchen erheblich verstärkte Anstrengungen zur Energieeinsparung, zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zu mehr Energieeffizienz in der Stromerzeugung. Geeignete Instrumente sind hier vor allem die Kraft-Wärme-Kopplung und eine dezentrale Energieversorgung.

Unser Ziel ist und bleibt es, den Atomausstieg und den Klimaschutz gleichermaßen zu verwirklichen. Das ist, wie viele Energieszenarien zeigen, möglich – wenn der Wille dazu vorhanden ist und die energiepolitischen Rahmenbedingungen richtig gestaltet werden.

Schließlich handelt es sich bei einem Atomkraftwerk um Hoch-Risikotechnologie und nicht um eine Frittenbude. RWE sollte deshalb ganz darauf verzichten, Biblis wieder anzufahren. Die Sicherheit der Bevölkerung muss Vorrang haben. Der Schrottreaktor Biblis muss vom Netz’, fordert Gustav Pichl.

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