Eich. Der Vorstandssprecher der KreisGrünen, Gustav Pichl, sieht die Entwicklung des Kiesabbaues in der Verbandsgemeinde Eich mittlerweile als äußert dramatisch und schwer belastend für Mensch und Natur. In einer nie da gewesenen Geschwindigkeit, wird zurzeit der Raubbau in seiner zerstörend Weise in der Verbandsgemeinde Eich fortgesetzt.
Den Abbau, wie ihn die Kieswerke und die verantwortlichen Fraktionen in den Ortsgemeinden Gimbsheim, Eich und Hamm am Rhein forcieren, wird dies nachhaltig und für Generationen zerstören. Durch diese gravierende Beeinträchtigung der Lebensqualität für die im Einzugsgebiet lebenden Bewohnern sind unmittelbar zu erwarten. Die dort lebenden Menschen werden ihres wichtigsten Naherholungsgebietes beraubt.
Größere Kartenansicht
Besonders kritisiert Pichl, dass durch den ungezügelten Abbau von Kies und Sand speziell in der VG Eich riesige Überkapazitäten geschaffen würden, die zu einem massiven Preisverfall dieser Baustoffe führen werden. Pichl fordert, ökologisch unvernünftige Neuaufschlüsse dieser Rohstoffaufkommen endlich zugunsten von Baustoff-Recycling einzustellen.
Die Menschen hier haben viele Ängste“, so Gustav Pichl, „Sie befürchten die Eingriffe in die Natur, den Verlust ihrer Heimat, landwirtschaftlicher Nutzfläche und baulicher Planungsmöglichkeiten. Wenn einmal abgebaut wird, dann steht das Gebiet für andere Projekte nicht mehr zur Verfügung.
Es ist zu erwarten, dass ein massiver Wegzug der dort ansässigen Menschen in naher Zukunft zu erwarten sein wird. Dies kann nicht im Sinne einer ausgewogenen Bevölkerungspolitik sein. Geht man allein von den Grundsätzen des Raumordnungsgesetzes der Bundesrepublik, dass Natur geschont und entwickelt, Wohnbedingungen verbessert und gepflegt werden sollen, so ist der geplante Raubbau ein schreiender Widerspruch zu den Zielen einer humanistischen Gesellschaft, wie sie Bundesrepublik Deutschland sein will.
Die wertvollen Vorkommen von Kies und Sand in der VG Eich müssen vor einem weiteren unverantwortbaren Rohstoffabbaus gestoppt werden, denn endliche Ressourcen sind nicht vermehrbar.
Kies- und Sandabbau ist ein dauerhafter enormer Eingriff in die Landschaft und gefährdet Mensch und Natur steht im Widerspruch zu dem Schutz der biologischen Vielfalt und den Reduktionszielen zum Flächenverbrauch
Gustav Pichl fordert:
• den Raubbau an Kies und Sand in der VG Eich zu beenden
• das Prinzip der Nachhaltigkeit im Bereich der Rohstoffsicherung umsetzen
• den Flächenverbrauch wirksam zu bekämpfen
• kein Kiesabbau in Siedlungsnähe
• kein Kiesabbau in Gebieten zum Schutz von Natur und Landschaft
• kein Kiesabbau in Überschwemmungsgebieten
• kein Kiesabbau in kulturhistorisch wertvollen Landschaften
© ℗






