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Breite Mehrheit der BürgerInnen für CASTOR Proteste!

Eich/Worms: 80 Prozent der Deutschen haben Verständnis für Proteste gegen den bevorstehenden Castor-Transport von hochradioaktivem Atommüll ins niedersächsische Gorleben. Dies ergab eine repräsentative Meinungsumfrage von TNS Emnid im Auftrag von Greenpeace.

Auch in der Endlagerfrage ist die große Mehrheit der Bevölkerung mit dem Kurs der schwarz-gelben Regierung nicht einverstanden. 65 Prozent der Befragten lehnten es ab, wenn ein solches Endlager für hochradioaktiven Atommüll im niedersächsischen Gorleben eingerichtet werden würde. Der Salzstock Gorleben wurde vor mehr als 30 Jahren aus politischen und nicht aus geologischen Gründen ausgewählt. Seitdem warnen Geologen davor, den Salzstock als Endlager für hochradioaktiven Atommüll auszubauen.
Mittlerweile sind 203 Busse fest angemeldet für die Demo, nächste Woche wird sich abzeichnen, ob 30.000 oder gar 40.000 Menschen nicht nur Verständnis äußern, sondern sich auf den Weg ins Wendland machen.

Traktoren bewegen sich die am 06. November 2010 zusammen mit der Bäuerlichen Notgemeinschaft zur Auftaktkundgebung in Dannenberg. Jede Menge Redner liefern den Auftakt zu einer Vielzahl an Protest- und Widerstandsaktionen gegen den Castortransport aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage in La Hague ins Zwischenlager Gorleben.

Wenn die Bundesregierung auf die Bevölkerung nicht hören will, müssen wir aktiv werden, heißt es in dem vom Bündnis gegen Castor 2010 initiierten Aufruf. Zusammen mit mehr als 70 Künstlern und Schriftsteller fordern zudem die Bundesregierung auf, die Laufzeiten der Atomkraftwerke nicht zu verlängern, sondern aus der Atomenergie auszusteigen. Diese Mauschelei zwischen der Bundesregierung und der Atomlobby ist unerträglich.

Dann verabreden sie auch noch für zukünftige Regierungen verbindliche Klauseln im Vertrag, damit wir den Mist noch nicht mal abwählen können. Der gesunde Menschenverstand sagt mir: wir dürfen nicht so tödlich-giftigen Abfall produzieren, weil wir verdammt noch mal nicht wissen, wohin damit.

Die Laufzeiten für Atomkraftwerke zu verlängern ist gefährlich, unnötig und Ausdruck einer von den vier Atomkonzernen gelenkten Interessenspolitik. Deshalb sind wir Menschen so empört.

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EICH. Nach einem erneuten Defekt im gerade wieder angefahrenen AKW Krümmel bei Geesthacht hat der Grünensprecher Gustav Pichl (Eich) die sofortige Stilllegung des Reaktors gefordert. Der Defekt unmittelbar nach dem Wiederanfahren des Atomkraftwerks ist ein „Armutszeugnis“ und zeigt, dass die Anlage außer Dienst gestellt bleiben muss.

Vattenfall hatte das Kraftwerk nach zwei Jahren Stillstand vor einer guten Woche wieder in Betrieb genommen und kurz darauf einen - nach eigenen Angaben - ungefährlichen Defekt in der Elektronik entdeckt.
Der Vorfall zeigt: Es ist unverantwortlich, an den Sicherheitsfragen achtlos vorbei zu gehen, wie es die Atomlobby gern tut. Eine Laufzeitverlängerung, wie von Unionspolitikern und Kraftwerksbetreibern angestrebt, ist „politisch inakzeptabel“.

Die AKWs Biblis, Brunsbüttel und Krümmel gehören zu jenen Reaktoren, für die es gute Gründe gibt, sie sofort stillzulegen. Das Mindeste ist, sie zu dem Zeitpunkt abzuschalten, der im Atomkonsens vereinbart wurde. In jedem AKW, das in Betrieb ist, kann sich jeden Tag ein schwerer Störfall ereignen - und wenn diese keine schweren Folgen haben, dann haben wir Glück gehabt, warnt Pichl.

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