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Gustav Pichl (Eich): AKW Biblis muss sofort abgeschaltet werden !

21.10.2008

EICH. Gustav Pichl fordert mehr Einsatz der Verantwortlichen der SPD im Kreis ALZEY- Worms

Der Landkreis Alzey- Worms soll sich auf Landesebene dafür einsetzen, dass beide Reaktoren im Kernkraftwerk Biblis stillgelegt bzw. abgeschaltet werden.
Gustav Pichl Vorstandssprecher der KreisGrünen Alzey- Worms hat der SPD mangelnde Verlässlichkeit vorgeworfen und die Verantwortlichen von einer Abkehr vom Atomausstieg gewarnt. Dass die Veranwortlichen der SPD im Kreis Alzey Worms und vor allem vorweg in der Verbandsgemeinde Eich sich in den letzten Wochen und Monaten sich mit keinem Wort über den momentanen Zustand des Schrottreaktors geäußert haben, kommt einer Akzeptanz zur Laufzeitverlängerung gleich.

Wie risikobehaftet das AKW Biblis ist, zeigen die aktuellen Studien und Risiken der Atomkraft.

Pichl drängt zur Eile - der Zusammenhang zwischen einem erhöhten Leukämierisiko für Kinder in der Nähe des Wohnortes zu einem Atomkraftwerk ist methodisch unwiderlegbar dargestellt. Die biologische Wirkung niedriger Strahlendosen sei zwar noch nicht völlig verstanden, in der Vergangenheit aber oft unterschätzt worden.

Auch die Vorkommnisse vor Monaten in dem hessischen Reaktor Biblis: Weil mehrere tausend fehlerhafte Dübel ausgetauscht werden müssen, ist der Meiler abgeschaltet – und das für mehrere Monate.

Dieser seit Jahren unbemerkte Handwerkerpfusch macht das schlechte Sicherheitsmanagement in der Anlage deutlich und zeigt die mangelnde Weitsicht von RWE. Der Konzern sollte nach vorne denken und die auslaufenden Atomkapazitäten sinnvoll durch Erneuerbare Energien und Energieeinsparungen ersetzen.“

Gustav Pichl will an der Schließung von Biblis festgehalten wissen, weil es das älteste und störanfälligste Kernkraftwerk in Deutschland sei. Eine Laufzeitverlängerung für Biblis lehnte kategorisch er ab.

Für uns Grüne ist klar: Zum notwendigen Ausstieg aus der Atomkraft gehört der Einstieg in eine nachhaltige Energieversorgung. Wir brauchen erheblich verstärkte Anstrengungen zur Energieeinsparung, zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zu mehr Energieeffizienz in der Stromerzeugung. Geeignete Instrumente sind hier vor allem die Kraft-Wärme-Kopplung und eine dezentrale Energieversorgung.

Unser Ziel ist und bleibt es, den Atomausstieg und den Klimaschutz gleichermaßen zu verwirklichen. Das ist, wie viele Energieszenarien zeigen, möglich – wenn der Wille dazu vorhanden ist und die energiepolitischen Rahmenbedingungen richtig gestaltet werden.

Schließlich handelt es sich bei einem Atomkraftwerk um Hoch-Risikotechnologie und nicht um eine Frittenbude. RWE sollte deshalb ganz darauf verzichten, Biblis wieder anzufahren. Die Sicherheit der Bevölkerung muss Vorrang haben. Der Schrottreaktor Biblis muss vom Netz’, fordert Gustav Pichl.

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