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Gen-Mais: Größter Saatgutskandal in Deutschland!

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace übte scharfe Kritik am Landwirtschaftsministerium. “Es handelt sich hier um den bisher größten Gentechnik-Saatgutskandal in Deutschland”, sagte Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Alexander Hissting. Nach Greenpeace-Informationen ist das Saatgut, ausgesät auf einer Fläche von rund 3.000 Hektar, bis zu 0,1 Prozent mit Gen-Mais verunreinigt. Das entspricht 100 gentechnisch veränderten Pflanzen auf einem Hektar. Beim Verzehr der ausgebrachten Sorte könnten Gesundheitsschäden nicht ausgeschlossen werden, so Hissting. Tierversuche mit der Genmais-Sorte hätten eine signifikante Erhöhung der Blutwerte von Leber und Niere bestätigt. “Entweder wurde hier geschlampt oder aus politischer Überzeugung bewusst in Kauf genommen, dass mit der Aussaat von Gen-Mais Fakten geschaffen werden.”

Das Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen hat zu spät über den Fund von gentechnisch verändertem Saatgut informiert. Das berichtete NDR 1 Niedersachsen am Sonntag 06.06.10. Dadurch wurde offenbar die Aussaat von nicht genehmigten Maispflanzen ermöglicht. Der Schaden für die betroffenen Bauern könnte mehrere Millionen Euro betragen. Am Montag will das Landwirtschaftsministerium die Bauern ermitteln, die den gentechnisch verunreinigten Mais unwissentlich ausgesät haben.

Informationen des NDR zufolge hatte ein Labor des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums bereits Mitte Februar Verunreinigungen des Saatguts mit dem Gen-Mais NK603 festgestellt. Dessen Anbau ist in Deutschland nicht zugelassen. Doch erst zwei Monate später wurde das Umweltministerium informiert, das in diesem Fall für die Warnung der Landwirte zuständig ist. Wie es zu dieser Informationspanne kommen konnte, ist unklar.

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