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Eich. Gustav Pichl ruft alle Bürger und Bürgerinnen zur Hilfe für die Flutopfer in Pakistan auf.

Seit Wochen erreichen uns Bilder von Millionen verzweifelten Menschen die in den Fluten des Ganges, ihre Lebensgrundlage  verloren haben. Die Menschen haben kein Dach über dem Kopf, nichts zu essen und müssen um ihr nacktes Überleben kämpfen. Inzwischen kommen zum Hunger auch Krankheiten und Seuchen, die besonders die Kinder treffen.

Nach den Schätzungen von Hilfsorganisationen sind rund 6 Millionen Kinder und Jugendliche von der Katastrophe betroffen und bis zu 4 Millionen von ihnen durch Krankheiten bedroht.

Die vielen Hilfsorganisationen tun ihr Möglichstes, aber sie sind angesichts des Ausmaßes dieser humanitären Katastrophe schlicht überfordert und die geschundenen Menschen mit den Hilfeleistungen zu Recht unzufrieden. Es fehlt an allem, an Nahrungsmitteln und sauberem Wasser, aber auch an Kleidung und Medikamenten. Und das ist nur der dringendste Hilfebedarf. Es müssen neue Häuser, Schulen und Straßen gebaut werden. Für die Menschen muss eine neue Existenzgrundlage geschaffen werden.

Ich bitte alle Bürger und Bürgerinnen, ihren wenn auch noch so kleinen Beitrag zur Linderung des Leids dieser Menschen zu leisten. Auch wenn es viele berechtigte Vorbehalte gegen die Politik in Pakistan gibt die Menschen, die Kinder im Elend können nichts dafür - sie sind auf Ihre Hilfe angewiesen.

Gerade Kinder sind bei dieser Naturkatastrophe besonders betroffen. Sie werden von ihren Eltern getrennt und in vielen Fällen auch zu Waisen. Ihnen gilt unser besonderes Augenmerk. Geschwächte Kinder sind besonders von Krankheiten bedroht. Deshalb rufe ich zur erhöhter Spendenbereitschaft auf. Vielen Dank!

Ihr Gustav Pichl

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Eich. Wiederholt ein Zwischenfall am 31. Juli 2010 im Atomkraftwerk Biblis hat die Menschen vorübergehend in Schrecken versetzt. Grund, bei Wartungsarbeiten im Block B wurde die Stromversorgung und damit ein Teil des Notfallsystems kurzzeitig unterbrochen.

Das Notfallsystem dient dazu, im Fall einer - nach Ministeriumsangaben unwahrscheinlichen - Funktionsunfähigkeit der Hauptwarte im Block B die Stromversorgung zu übernehmen. Da das System vorübergehend nicht verfügbar war, wurde der Vorfall von RWE vorübergehend in die Kategorie “Eilt” eingestuft.

Eine Gefährdung der Umgebung oder der Anlage war mit dem Vorkommnis nicht verbunden“, heißt es in den Mitteilungen von RWE und dem Ministerium. Die Schaltanlage habe nach der kurzen Unterbrechung am Freitag über die Einspeisung von Block A zudem „unmittelbar“ wieder hergestellt werden könnten, so dass Ministerium.

Nach einer ersten Prüfung sei der Internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen (INES) zufolge aber von der Stufe 0 (keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung) auszugehen, so das Ministerium. Zusammen mit dem TÜV SÜD werde es eine abschließende Bewertung geben.

RWE hatte zuletzt Anfang Juli zwei Vorkommnisse in Biblis gemeldet: Ein Leck an einer Armatur in Block B und eine Störung an einer Armatur im Bereich einer Pumpe im Block A. Auf die Sicherheit der Anlage habe es auch damals keine Auswirkungen gegeben.

GRUENE beklagen dagegen seit längerem Sicherheitsmängel und verlangt die sofortige Abschaltung. Block A produziert seit 1974 Strom, Biblis B seit 1976.

Alte und störfallanfällige Atommeiler wie Biblis A weiterlaufen zu lassen, nur um im Gegenzug von der Atomwirtschaft Geld durch eine Brennelementesteuer zu bekommen, ist ein unverantwortlicher Deal, so Gustav Pichl.

Quelle Foto: Gustav Pichl

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VORSCHAU: aktuelle Themen in und um Eich:

- Bürgermeister auf dem Prüfstand.

- Weitere Auskiesung im Gebiet „Eicher Rheinbogen“

- Deichrückverlegung: Reserveraum für Extremhochwasser.

- Uran im Trinkwasser und deren Folgen.

HINWEIS: Nach den Wünschen von EUKommission und EUParlament sollen künftig “breite Kreise” in alle Planungen einbezogen werden, die sich mit Trinkwasser, Abwasser, Hochwasser und aquatischem Naturschutz beschäftigen. Danach soll die wasserwirtschaftliche Planung nicht mehr länger allein nur in den Händen der Wasserwirtschaftsverwaltung liegen.

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EICH. FUSION UMFRAGE VON GRUENEN- SPRECHER PICHL

Animiert durch die Umfrage der WZ zur Stimmungslage unter der Bevölkerung in Sachen Verwaltungsreform hatte auch Gustav Pichl, Sprecher der Grünen Liste Altrhein (GLA), seinerseits eine Umfrage in Eich gestartet. Die GLA habe dies aber nicht aus einer politischen Motivation heraus getan, es sei ausschließlich darum gegangen, ein Stimmungsbild aus der Bevölkerung zu erhalten, betont er.

Er sei mit Parteikollegen, wie er der WZ erzählte, von Haustür zu Haustür gegangen und habe insgesamt 220 Eicher Bürgerinnen und Bürger gefragt, ob sie einen Zusammenschluss der VG Eich mit der Stadt Osthofen gut fänden. Das Ergebnis: „Wohl wissend, dass unsere Umfrage keineswegs repräsentativ ist, ist es doch erstaunlich, dass sich 68 Prozent der Befragten gegen eine Fusion mit Osthofen ausgesprochen haben.“ Die Reaktionen auf die Umfrage an sich seien aber ganz überwiegend positiv gewesen, fügte Pichl hinzu.

Er selbst hält im Übrigen auch nichts von der Zusammenlegung großer Gemeinden. „Kleinere Verwaltungseinheiten sind kostengünstiger, flexibler und bürgernäher. Sie tragen entscheidend zur Identifikation der Bürger mit ihrer Verwaltung bei“, ist Gustav Pichl überzeugt. Das, wie er sich ausdrückt, „Suggerieren von Synergieeffekten“ bei einer Fusion seitens der verantwortlichen Politiker ist für ihn keinesfalls nachvollziehbar. Zudem, argumentiert der Grünen-Sprecher, hätten höchste Gerichte festgestellt, dass wirtschaftliche Grundsätze niemals vorrangige Anliegen einer Verwaltungsreform sein könnten. Pichl ist vielmehr davon überzeugt, dass bei den bisherigen Gesprächen über eine Fusion der VG Eich und der Stadt Osthofen „gegenüber den Bürgern Fakten verschleiert und Tatsachen vorenthalten worden sind“. So habe zum Beispiel niemand öffentlich darüber gesprochen, dass die VG Eich dann auch die Schulden der Stadt Osthofen übernehmen müsste, erklärte der Grünen-Sprecher gegenüber der WZ. Aber: „Es gibt auch in Eich durchaus Leute, die über den Tellerrand gucken und denen man nichts vormachen kann“, hat Pichl bei der Umfrage festgestellt.

Für ihn erfolgt die jetzt anstehende Gebietsreform auch „keinesfalls aus dem Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger nach Verbesserung der Verwaltungsstrukturen vor Ort, sondern allein aus landespolitischen Erwägungen“. Gebietsreformen lassen sich nach Pichls Überzeugung auch „nicht einfach auf der Basis von Flächen und Einwohnerzahlen planen“. Zudem spricht er sich wie viele andere auch dafür aus, dass „historisch gewachsene Strukturen und deren besondere geografische Lage berücksichtigt werden“. Eine Reform dürfe daneben auch keinesfalls an bestehenden Kreisgrenzen scheitern, genauso wie der Fortbestand einer VG „an der Drohung einer obrigkeitsstaatlichen Zwangsfusion“.

Quelle: Wormser Zeitung vom 17.06.2010

KOMMENTAR:

Nach der Veröffentlichung kritisiert Bürgermeister G. Kiefer (SPD) u.a. im Lokalanzeiger vom 25.06.10 massiv die Pressemitteilung der GLA Ortsverband Eich. Durch Oberlehrerhafte Äußerungen und Zensur disqualifiziert sich Kiefer zum wiederholten Male, ihm wird empfohlen sich mit dem GRUNDGESETZ ARTIKEL 5 vertraut zu machen, um in Zukunft einfache demokratische Spielregeln zu beachten, sowie die Unabhängigkeit der GLA zu respektieren.

Auszug aus dem GG Artikel 5:

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

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